SkF Lippstadt
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Qualifizierung 2017

Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" vom 14.02.2017:

Sprache, Kultur und Co: Junger Syrer lebt Völkerverständigung im Cap27

 

 

 

 

LIPPSTADT n  „Marhaba“ sagen alle sieben Frauen wie aus einem Munde. „Marhaba“ ist arabisch und bedeutet „Willkommen“. Gelernt haben sie die Begrüßung von Samer Hariri. Der junge Familienvater ist im letzten Jahr mit Frau und Baby aus Syrien geflüchtet und hat mit seiner Familie in Lippstadt Unterschlupf gefunden. Jetzt möchte er ein wenig von dem, was er hier bekommen hat, zurückgeben.

Jeden Dienstag vermittelt er im Cap 27, einer Einrichtung des Sozialdienstes katholischer Frauen, interessierten Teilnehmern die Grundlagen der arabischen Sprache. Selbst hat er die deutsche Sprache zunächst im Cap 27 gelernt, jetzt besucht er noch immer regelmäßig einen Integrationskurs bei der VHS. Der Wechsel vom Lernenden zum Lehrenden fällt ihm offenbar leicht. Schließlich hat er in seiner Heimat an einer Universität gearbeitet.

Erfrischend fröhlich und mit erstaunlich gutem Ausdruck erklärt er, wie man sich vorstellt und seinerseits nach dem Namen des anderen fragt. Beim „Du“ gilt es beispielsweise darauf zu achten, dass es zwei Varianten gibt. „Anta“ ist maskulin und „Anti“ die weibliche Form der Anrede. „Schwai, schwai“ Arabisch lernen Es gäbe 22 arabische Länder mit vielen unterschiedlichen Akzenten erklärt der junge Mann seinen aufmerksam zuhörenden Schülerinnen. Das, was er ihnen beibringt, sei „hocharabisch“. Natürlich verzichtet er auch auf die arabischen Schriftzeichen, die er einmal kurz an die Tafel zeichnet. Diese zu lernen, würde vermutlich viele Jahre dauern.

Zu den Teilnehmerinnen gehört auch Elke Happe aus Lippstadt. Sie betreut für den SkF eine Kindergruppe mit integriertem Sprachkurs. Bei ihr hat Samer Hariri seine ersten Deutschkenntnisse gelernt. Beide sind begeistert davon, dass sie nun die Rollen getauscht haben. Auch Barbara Luerweg hat im Asylbewerberheim Sprachunterricht gegeben. Sie möchte neben der Sprache auch etwas über die arabische Kultur erfahren. Ebenso wie Christel Tenz, die sich vor allem für die Bräuche und die landestypische Küche interessiert.

„Wer Lust hat, kann gern dazukommen“ All das gibt Samer Hariri mit Begeisterung weiter. Und wenn’s mal zu schnell geht, dann wissen die Schülerinnen bereits, was sie sagen können. Nämlich „schwai schwai“. Das heißt „langsam“. „Wer Lust hat, kann gern hinzukommen“, sagt Cap-Leiterin Dorothee Großekathöfer.

Und zwar jeden Dienstag von 17 bis 18.30 Uhr im Cap 27 an der Cappelstraße 27.  n  hewi