Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" vom 10.10.2016:


Kreis Soest  n  „Besonders Kinder unter drei Jahren profitieren von der individuellen Pflege bei Tagesmüttern“, erklärt Dorothee Großekathöfer vom SKF Lippstadt auf dem Fachtag zur Kindertagespflege in der Volkshochschule Lippstadt am Samstag. 

 

Alle zwei Jahre findet eine solche Tagung abwechselnd in Lippstadt und in Soest statt. Über hundert Teilnehmer trafen sich zu der Tagung mit Vorträgen und Workshops, um sich fortzubilden und auszutauschen.

Grußworte des Bürgermeiters, Herrn Christof Sommer

 

Durch das Programm führte Dorothee Großekathöfer (SkF)

Es war ein sehr buntes Publikum, das sich zum Einstiegsvortrag des Diplom-Pädagogen Karl-Heinz Schmidt getroffen hat: Junge Männer und Frauen, ältere Damen und sogar Paare, die gemeinsam als Kindertagespfleger arbeiten. Der Vortrag Schmidts stand unter dem Motto „Was Kinder brauchen und Eltern wünschen“. Besonders thematisiert wurden die Bedürfnisse von Kindern, um sich zu entwickeln, sowie die Kommunikation mit den Eltern für eine Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe. Später wurden von dem Pädagogen noch Fragen beantwortet. „Kindertagespfleger werden mehr und mehr als gleichwertige Option zu Kindertagesstätten und Kindergärten wahrgenommen. Die Nachfrage wächst“, weiß Heike Kristen von der Abteilung Jugend und Familie des Kreises Soest. „Bei unseren Tagungen steht besonders die Qualitätsentwicklung im Vordergrund“, ergänzt Anita Balkenhol vom SKF Lippstadt. „Immer mehr Eltern entscheiden sich bewusst für eine Tagesmutter, weil sich so eine familiennahe Beziehung einfacher aufbauen lässt.“

Ca. 100 interessierte Tagespflegepersonen nahmen am Fachtag teil.

Nach dem Mittagessen begannen die Workshops bei verschiedenen Pädagogen – darunter „Grenz- und Meilensteine der kindlichen Entwicklung“. Ebenso gut besucht war der Workshop „(Auch) Eltern haben gute Gründe“ bei Referentin Reisinghaus. Reisinghaus behandelt besonders die Kommunikation zwischen Tagesmutter oder -vater und den Eltern des Kindes. „Es gibt verschiedene Grundhaltungen im Gespräch“, erklärt sie. „Am besten ist natürlich die auf Augenhöhe. Trauen Sie sich, zu sagen, was sie wichtig finden und arbeiten Sie gemeinsam an der Lösung möglicher Probleme.“ Man dürfe sich als Tagesmutter nicht „kleinmachen lassen.“

Die Tagung endet mit einem Fazit: Immer mehr Tagespflegekräfte werden vom Kreis Soest und von dem SKF Lippstadt vermittelt, die Nachfrage steigt. „Die Kindertagespflege hat Zukunft“, findet Heike Kirsten.  n  klk