SkF Lippstadt
Cappelstr. 27
59555 Lippstadt

Öffnungszeiten:
Mo-Fr      08.30 Uhr - 12.30 Uhr,
Mo/Di/Do 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Fon: 02941 28881-20

info@skf-lippstadt.de

Qualifizierung 2019

Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" vom 07.01.2019

 Der Bürgermeister ruft, Lippstadt kommt. Kein Stadttheater. Dann halt Evangelisches Gymnasium. Fast 500 Gäste erlebten am Sonntag in der Aula der Schule einen stimmungsvollen Neujahrsempfang.

Christof Sommer reagierte erfreut auf die große Resonanz. „Das zeigt Ihre Verbundenheit zur Stadt und das Interesse an der Weiterentwicklung Lippstadts“, sagte der Bürgermeister. Seine Prognose für 2019: „Es geht voran. Es wird nicht langweilig.“

Von Dominik Friedrich

Lippstadt – 30 Minuten nahm sich das Stadtoberhaupt Zeit für seinen Rück- und Ausblick. Hier die wichtigsten Themen und Aussagen seiner Neujahrsansprache:

Zusammenhalt

Trump, Brexit, EU-Krise: „Die Welt ist aus den Fugen geraten“, stellte Sommer fest. „Partnerschaft und Verlässlichkeit scheinen in den Hintergrund zu rücken.“ Anders vor Ort, wie der Bürgermeister aus einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung folgerte. Eine vergleichende Untersuchung für die Städte Lippstadt, Dortmund, Rostock und Dessau beförderte ans Tageslicht, dass an der Lippe eine hohe Verbundenheit der Bevölkerung mit der Stadt und eine sehr aktive Zivilgesellschaft existiert. „Für mich ein deutliches Zeichen, das alte Sicherheiten und Zusammenhalt bei uns noch zählen.“

Digitalisierung

Für den Bürgermeister der „Megatrend“ schlechthin. Vor allem in den Schulen. Die, so Sommer, könnten dabei auf einen guten Partner bauen: die Digitalwerkstatt in der Geiststraße, die nach Ansicht des Bürgermeisters „hervorragende Unterstützung“ anbiete. Mit dem Kreis Soest, mit der Stadt Soest und der Stadt Iserlohn ist Lippstadt derweil auch digitale Modellkommune für digitale Verwaltungsleistungen und das „Smart-Living“ der Zukunft. Als weitere Beispiele für die Digitalisierung in der Stadt nannte Sommer das Digitale Zentrum Mittelstand und das neue Online-Portal „like-Lippstadt“.

Dorferneuerung

Die Attraktivität der Kernstadt und des Einzelhandelsstandortes zu erhalten, bezeichnete er als eine der Kernaufgaben für 2019. Aber auch die weitere Entwicklung der Ortsteile dürfe nicht aus den Augen verloren werden. Sommer kündigte diesbezüglich für dieses Jahr eine intensive Beschäftigung mit den Leader- und Regionale-Fördertöpfen an.

Großprojekte

Die Sanierung des Stadttheaters nannte der Bürgermeister zuallererst. „Wir hoffen auf eine zeitgerechte und finanziell auskömmliche Umsetzung. Dafür sieht es zurzeit sehr gut aus“, sagte er. Weitere Groß-Projekte auf der Agenda 2019: der Neubau der Dreifachturnhalle am EG, die „Grüne Infrastruktur“ im Südwesten, das frisch eröffnete Wettbewerbsverfahren für den Stadthaus-Neubau, die Weiterentwicklung des Jahnplatzes zum Zentrum für Individualsportler (Sommer: „Das ist mittlerweile ein Vorzeigeprojekt“), den Hochwasserschutz an der Burgmühle (O-Ton des Bürgermeisters: „Möglichst mit Lippstädter Welle“), die Verkehrsentwicklungsplanung sowie die Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes. Der müsse 2019 erhebliche Fortschritte machen, damit die Planung für weitere Bauflächen zügig weitergehen könne. Den Ärger um die verkehrliche Erschließung des Neubaugebietes „Auf dem Rode“ ließ er dabei nicht unerwähnt. „Diskussionen polarisieren hier, helfen aber überhaupt nicht weiter.“

Sport

Den SV-Aufstieg in die Regionalliga, die American-Footballer der Eagles und ihre neue Heimstätte am Waldschlösschen, den Eishockey-Club Lippstadt und seine neue Spielstätte im Gewerbegebiet am Wasserturm sowie überregionale und internationale Erfolge beim Tanzen, Schach, Schwimmen, beim Judo, Kegeln und Kanusport hob Sommer hervor. „Da freue ich mich doch auf die Sportlerehrung am 15. März“, erklärte er.

Innovation Quarter

Trotz des Hella-Ausstiegs ist der Bürgermeister überzeugt vom Projekt. „Unser wichtigster Partner dort bleibt die Hochschule“, sagte er. Mit innovativen Unternehmen und der Start-up-Szene soll der vorliegende Planentwurf für das KU-Gelände weiterverfolgt werden. „Das passt genau zu unserem Standort“, befand Sommer.

Forensik

Gut für die Sicherheit sei die anstehende Eröffnung des 69-Betten-Neubaus in Eickelborn. Die gekippte 1:1-Ausgangsregelung müsse aber weiter Anlass sein, die Sicherheit der Bevölkerung im Auge zu behalten. „Alles, was rechtlich möglich ist, sollte hier unternommen werden“, meinte das Stadtoberhaupt.

Aggressivität

Dank richtete der Bürgermeister an die Feuerwehr und alle Rettungskräfte die in 2018, einem Jahr, in dem die Anzahl der Einsätze Rekordhöhen erreichte, ihre große Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hätten. Befremdlich sei für ihn aber, dass den Rettern vermehrt Aggressivität und Gewalt entgegenschlage. „Das ist so wenig akzeptabel wie der Vorfall in unserem Jugendamt, bei dem ein Mitarbeiter einer Messerattacke ausgesetzt war.“

Bildergalerie unter www.derpatriot.de

100 Jahre SkF, Tanz und viel Musik

Vielfältig, bunt, unterhaltsam: So gestaltete sich beim Neujahrsempfang das von Stadt-Sprecherin Julia Scharte moderierte und von Dagmar C. Weinert inszenierte Rahmenprogramm auf der Bühne. Ein Höhepunkt war die Vorstellung des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF), der in diesem Jahr 100. Geburtstag feiert. Vorstandsmitglied Petra Kemper stellte die vielfältigen Aufgaben des Vereins von der Schwangerschaftsberatung über den Pflegekinderdienst und die Bewohnerzentren bis hin zum Frauen-Wohnhaus am Klusetor und zum Cap 27 vor. Für die musikalisch-künstlerische Unterhaltung sorgten der Exodus-Chor, die Flötistinnen Sophia Schacht und Regina Rothenbusch, Pianist Andreas Hermeyer, die Tanzgruppe Action Girls und die HipHop-Gruppe Nu Generation. Film-Impressionen der Stadttheater-Sanierung zeigten die HSHL-Studenten Fabian Schneider und Julia Schlickmann. Wie immer mit auf der Bühne: Gebärdendolmetscher Norbert Dormann.