SkF Lippstadt
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59555 Lippstadt

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Qualifizierung 2019

Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot'" vom 25.01.2019:

 Eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes bringen ungeahnte Veränderungen mit sich und stellen das Familienleben auf den Kopf. Geburt, Mutterschutz, Eltern- und Kindergeld, Veränderung der Partnerschaft, Wochenbettdepression, der Verlust des Kindes –

 

werdende Eltern haben Fragen. Unterstützung bekommen sie bei den Lippstädter Schwangerenberatungsstellen. Um möglichst viele Eltern zu erreichen, gehen sie gemeinsam mit dem Evangelischen Krankenhaus neue Wege.

„Von Anfang an“ bis zum dritten Lebensjahr des Kindes haben Eltern die Möglichkeit, sich bei den Schwangerenberatungsstellen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Donum Vitae bei allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft, Geburt und Familienplanung beraten zu lassen. Allerdings: „Viele Frauen wissen nicht, dass sie sich in allen Fragen an uns wenden können“, schildern die Beraterinnen ihren Eindruck. „Wir stellen immer wieder fest, dass Frauen erst mit der Entbindung merken, dass es dieses Angebot gibt“, sagt Sabine Schlüter-Laupert von Donum Vitae. Auch der Begriff Beratung sei oftmals negativ besetzt und für viele Menschen eine Hürde: „Es ist keine Schwäche, sondern eine Stärke, wenn ich mir Hilfe hole“, sagt Ute Heukamp vom SkF.

Um das zu ändern, bieten die Schwangerenberatungsstellen in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus regelmäßig – zweimal im Monat – eine Sprechstunde für werdende Eltern an.

Die Idee dazu ist im Rahmen des Lippstädter Netzwerkes „Frühe Hilfen“ entstanden. „Es ist unser Bestreben, näher an die Frauen heranzukommen, die im Krankenhaus entbinden“, sagt Pflegedienstleiter Andre Wagner. „So ist die Idee entstanden, eine Sprechstunde anzubieten.“

Das niedrigschwellige und umfangreiche Angebot richtet sich nicht nur an schwangere Frauen. Auch Paare mit Kinderwunsch – egal welcher sexuellen Orientierung – und Männer sollen sich angesprochen fühlen. „Die plötzliche Verantwortung ist bei vielen Vätern mit Angst besetzt“, sagt Ute Heukamp. Elterngeld, Rollenteilung, Vätermonate, Gespräche mit dem Arbeitgeber, auslaufende Verträge: „Da brauchen einige Unterstützung“, so Heukamp.

Oftmals kämen auch erst nach der Geburt Fragen auf: „Ärzten und Schwestern fehlt dafür oft die Zeit“, weiß Inka Krohn, Leiterin der geburtshilflichen Station. „Da ist es schön, dass es diese Möglichkeit gibt.“

Die Beraterinnen besuchen die Frauen auf den Patientenzimmern, gehen mit ihnen in die Cafeteria; es besteht aber auch die Möglichkeit, sich in geschütztem Rahmen Rat zu holen. Und das kommt an: „Bisher läuft das Angebot gut“, schildert Karin Denninghaus (Awo) ihre Erfahrungen.

Die Zeiten

Das Angebot der Lippstädter Schwangerenberatungsstellen findet an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat im Evangelischen Krankenhaus statt. In der Zeit von 10 bis 12 Uhr können sich Interessierte unabhängig von Nationalität, Sexualität und religiöser Orientierung beraten lassen. Es gilt die Schweigepflicht.