SkF Lippstadt
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Qualifizierung 2019

Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" vom 25.01.2019:

 Neues Vertretungsmodell des SkF hilft Eltern im Betreuungs-Notfall aus der Klemme

 

Wenn die Tagesmutter plötzlich krank wird, haben Eltern schnell ein Betreuungsproblem. Und nicht immer stehen dann Großeltern Gewehr bei Fuß, die einspringen können. Abhilfe verspricht ein am Mittwochabend vom Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossenes neues Projekt des Sozialdienstes kath. Frauen (SkF).

 

Die Kindertagespflege hat in den letzten Jahren auch in Lippstadt einen immer größeren Stellenwert erlangt. Im vergangenen Jahr wurden monatlich 200 Kinder auf diese Weise betreut, übers Jahr gesehen über 350. Gerade Eltern kleinerer Kinder (häufig unter zwei Jahren) schätzen die familienähnliche Betreuung und überschaubare Größe. Die Tagespflege hat maximal fünf Plätze bzw. neun, wenn sich Tageseltern zu, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt, „Großtagespflegestellen“ zusammentun.

Diese Überschaubarkeit ist laut Dorothee Großekathöfer vom SkF eine Stärke, aber auch „die Achillessehne“ der Tagespflege. Denn Eltern sind, wie Fachbereichsleiter Manfred Strieth sagte, bisweilen unsicher, wie es um die Betreuungssicherheit bestellt ist und was geschieht, wenn die Tagesmutter krank wird.

Zwar vertreten sich die Betreuungskräfte durchaus untereinander. Das aber stößt an Grenzen, wenn etwa die Kapazität erschöpft ist. Zudem ist es auch nicht die Ideallösung, die Kinder auf andere, ihnen unbekannte Tagesmütter zu verteilen. Schließlich kennen die Dötze dann weder die Betreuungspersonen noch die Räumlichkeiten. Dabei haben gerade sie „ein Bedürfnis nach Vertrautheit“, so Großekathöfer. „Diese Vertrautheit ist das Herzstück der Tagespflege.“

Das im August anlaufende und zunächst auf zwei Jahre befristete Vertretungsmodell sieht vor, dass in dem „mobilen Stützpunkt“ zwei ausgebildete Tagespflegekräfte arbeiten. Platz ist für neun Kinder. Aber nur drei Plätze werden fest belegt, sechs bleiben, so Großekathöfer, „optional frei“, falls eine Tagesmutter im Stadtgebiet krankheitsbedingt ausfällt. Jährliche Kosten: 90 000 Euro. Der Standort steht noch nicht fest.

Die Betreuung der „Notfall-Kinder“ übernimmt dann entweder eine der beiden SkF-Kräfte in den vertrauten Räumen der erkrankten Tagesmutter oder sie erfolgt im „Stützpunkt“. Die beiden Mitarbeiterinnen des neuen Projekts suchen denn auch regelmäßig die verschiedenen Tagespflegestellen in der Stadt auf, damit die Kinder sie kennen. Oder die Tagesmütter und -väter besuchen ihrerseits die „Ersatz-Kita“.