SkF Lippstadt
Cappelstr. 27
59555 Lippstadt

Öffnungszeiten:
Mo-Fr      08.30 Uhr - 12.30 Uhr,
Mo/Di/Do 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Fon: 02941 28881-20

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Qualifizierung 2019

Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" vom 07.03.2019:

 Serie 100 Jahre SkF: Rat und Hilfe, Ehrenamt, Prozessbegleitungen – Das Herz schlägt an der Cappelstraße
VON CAROLIN CEGELSKI

                                                                                                                                                                                                                          

Lippstadt – Es ist die Zentrale, das Herz, des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF): das Cap 27 an der Cappelstraße. Der Treffpunkt ist ein Ort für den lebendigen Austausch, das Miteinander und zahlreiche Angebote.

„Die Idee für das Cap 27 ist im Frühjahr 2015 entstanden“, erinnert sich SkF-Geschäftsführerin Ute Stockhausen. Ganz genau kam die Idee beim Kaffeetrinken auf. „Wir haben über Veränderungen in Gemeinden gesprochen, dabei entstand die Idee, die Menschen an der Basis zusammenzubringen, unabhängig von kirchlichen Grenzen.“ Der perfekte Ort war schnell gefunden: ein leerstehendes Ladenlokal an der Cappelstraße, oben drüber sind die SkF-Büroräume.

Eltern-Kind-Gruppe

In der Eltern-Kind-Gruppe treffen sich Flüchtlingsfamilien – insbesondere Frauen mit Kindern, die noch keinen Betreuungsplatz haben – um Kontakte zu knüpfen, die Sprache und Kultur zu erleben. Möglich wird das dank des Engagements der Ehrenamtlichen, sie kümmern sich um die Kinder, während die Eltern Zeit haben, lebenspraktisch Deutsch zu lernen, sich auszutauschen, berichtet Ute Stockhausen. So seien die Familien gut gerüstet, wenn die Deutschkurse bei der Volkshochschule starten. „Es gibt drei Kurse, die jeweils an zwei Tagen in der Woche stattfinden“, erklärt Sozialpädagogin Anne Großer. „Einige Kinder werden quasi hier groß“, sagt Stockhausen. „Das Angebot läuft richtig gut – es gibt immer noch eine Warteliste.“

Kleiderlädchen

Montags und donnerstags öffnet im Cap 27 das Kleiderlädchen – und zwar seit Dezember 2015. „Über die Schwangerschaftsberatungsstelle haben wir schon immer Kinderkleidung und Erstausstattung ausgegeben“, sagt Stockhausen. Mit den neuen Räumen bot sich allerdings die Gelegenheit, Kleidung, Kinderwagen und Co. aus dem Keller zu holen. Ehrenamtliche sortieren, waschen, bügeln und etikettieren die Kinderkleidung, sorgen dafür, dass die Kollektionen (Sommer und Winter) zur passenden Jahreszeit angeboten werden. „Das Lädchen hat einen richtig guten Zulauf“, sagt Stockhausen. Mittlerweile können Interessierte sogar Gutscheine kaufen, mit denen im Lädchen geshoppt werden kann.

Strickkreis

Montags klappern im Cap 27 die Nadeln – ganz genau: die Stricknadeln. Rund 20 Frauen treffen sich regelmäßig zum Handarbeiten. Die fleißigen Frauen stricken nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für den guten Zweck: Neben kleinen Aufmerksamkeiten, die die SkF-Schwangerschaftsberatungsstelle ausgibt, stricken die Frauen auch für Hilfsprojekte in Rumänien oder die Kinderklinik Hannover. Ihr neuestes Projekt: Zum 100-jährigen SkF-Jubiläum wollen sie zusammen mit Interessierten Farbe auf die Cappelstraße bringen, die Betonpfeiler vorm Cap 27 farbenfroh umstricken (wir berichteten). Interessierte sind übrigens immer willkommen, wer Unterstützung beim Stricken oder Häkeln benötigt, bekommt beim Strickkreis Tipps.

Begegnungscafé

Montags und donnerstags öffnet das Cap 27 für ein Begegnungscafé. Während die Kinder spielen, können die Erwachsenen plaudern.

Heilsames Singen

Beim heilsamen Singen – ein metrischer Gesang – geht es darum, achtsam in sich hinein zu spüren und damit das Wohlbefinden zu stärken. Das Angebot, geleitet wird es von Christine Kabst, gibt es seit rund einem Jahr. Es findet immer montags statt.

Café Krabbeldecke

Ein Kind wirbelt das Leben durcheinander: Warum schreit mein Kind? Warum klappt es mit dem Stillen nicht? Was hilft bei Koliken? Fragen über Fragen können junge Eltern im Café Krabbeldecke klären: Einmal in der Woche, mittwochs, ist die Familienhebamme Bianca Worm Ansprechpartnerin bei allen Fragen, die Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes beschäftigt. „Das Team der Schwangerschaftsberatungsstelle hatte schon länger den Wunsch, praktische Beratung anzubieten“, erinnert sich Ute Stockhausen. Daraus entwickelte sich die Idee für das niedrigschwellige Angebot. Mittlerweile findet es nicht nur im Cap 27 sondern auch in den Bewohnerzentren Am Rüsing und in der Juchaczstraße statt.

Cap voll Kaffee

Kontakte knüpfen können Interessierte bei Cap voll Kaffee. Wenn in Lippstadt Krammarkt ist, öffnet das Cap 27, damit Menschen bei einem Kaffee und einem kleinen Frühstück ins Gespräch kommen können.

Sonntagsfrauen

Seit einem Jahr gibt es das Angebot „Sonntagsfrauen“ für Alleinerziehende – an jedem zweiten und vierten Sonntag im Monat findet es im Cap 27 statt. „Es geht darum, den Sonntag nicht allein zu Hause zu verbringen“, erklärt Ute Stockhausen. „Während die Mütter bei einem Kaffee in Kontakt kommen oder Zeit für sich haben, gibt es für die Kinder ein Programm.“ Zwei SkF-Mitarbeiterinnen planen und begleiten die Treffen. Unter anderem wird gemalt und gebastelt, es standen aber auch schon Ausflüge und ein Picknick auf dem Programm. Fünf Frauen und zehn Kinder nehmen im Schnitt an dem Angebot teil. „Die Kinder lieben es, mal etwas anderes zu machen als mit Mama“, schildert Stockhausen ihren Eindruck. „Und die Mütter wissen: Jetzt bin ich dran, ganz ohne schlechtes Gewissen.“

LiFaBi/ LiSeKind

Fünf Jahre gibt es das Projekt „LiFaBi“ (Lippstädter Familienbegleiter) bereits. Zehn Ehrenamtliche unterstützen Familien bei verschiedenen Aufgaben – zum Beispiel wenn es darum geht, jemanden zu haben, der bei Behördengängen oder im Notfall zur Seite steht. Aber auch die Kinder in den Familien genießen es, wenn ihnen jemand zum Beispiel ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt.

Das Projekt „LiSeKind“ (Lippstädter Senioren für Kinder; eine Kooperation mit der Stadt Lippstadt) geht noch ein Stück weiter: Derzeit engagieren sich zwei Ehrenamtliche als Freizeit-Großeltern. Familienanschluss ist dabei nicht ausgeschlossen. „Die Nähe ist sehr groß“, sagt Ehrenamtskoordinatorin Anne Großer. Viele Ehrenamtliche würden sich deshalb eher als Familienbegleiter engagieren.

Jubiläumsjahr

„Da sein, leben, helfen“ lautet das Motto des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Lippstadt. 2019 feiert der Verein das hundertjährige Bestehen. Rat und Hilfe, Schwangerschaftsberatung, Vormund- und Pflegschaften, der Pflegekinderdienst, Angebote der Kindertagespflege, das Wohnhaus
Klusetor für Frauen in schwierigen Lebenssituationen, Familienbegleiter (LiFaBi), Ersatz-Großeltern (LiSeKind), die Bewohnerzentren Am Rüsing und an der Juchaczstraße, das Cap 27 – das Angebot des SkF ist breit gefächert. Wir stellen die Bereiche zum Jubiläum vor.

Ehrenamt

„Ohne das Ehrenamt geht es nicht“, sagt Ehrenamtskoordinatorin Anne Großer. 45 Männer und Frauen engagieren sich ehrenamtlich beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) – einige von ihnen bringen sich sogar mehrfach ein. Interessierte, die sich engagieren möchten, sind stets willkommen, so Großer. Sie ist Ansprechpartnerin und hilft dabei, die Interessen auszuloten und das passende Engagement zu finden. Für Ehrenamtliche gibt es Fortbildungen und Austauschtreffen. Weitere Informationen gibt es beim SkF, Telefon (0 29 41) 2 88 81 20.