SkF Lippstadt
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Qualifizierung 2019

Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" vom 06.05.2019:

 Serie 100 Jahre SkF: Rat und Hilfe, Ehrenamt, Prozessbegleitungen – Ein Jahrhundert für Menschen in Not
VON CAROLIN CEGELSKI

 

„Da sein, leben, helfen“ lautet das Motto beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Lippstadt. Am 22. Juli 1919 wurde der Verein von Frauen für Frauen gegründet: Das hundertjährige Bestehen wurde am Montag in der Jakobikirche gefeiert, als Tag der Begegnung.

Lippstadt – Da sein für Menschen in Not – egal welcher Herkunft, egal welcher Nationalität. Darum geht es beim Sozialdienst katholischer Frauen – und zwar seit hundert Jahren. Mit einem vielfältigen Angebot setzen sich derzeit 44 hauptamtliche Mitarbeiter und rund 45 ehrenamtlich Engagierte für die Menschen in Lippstadt und im Kreis Soest ein, um die Idee von SkF-Gründerin Agnes Neuhaus (1845 bis 1944) weiterzutragen (wir berichteten).

Mit ihnen und zahlreichen Ehrengästen feierte der Vorstand rund um die Vorsitzende Karin Köhler und Geschäftsführerin Ute Stockhausen das Jubiläum in der Jakobikirche. Denn: „Die Menschen, die hier sind – die Haupt- und Ehrenamtlichen, die die tägliche Arbeit für die Menschen tun, die brauchen wir“, freute sich Karin Köhler und verdeutlichte in ihrem Grußwort, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die miteinander und füreinander sprechen.

„Das ist eine großartige Leistung“, freute sich Dr. Anke Klaus, Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen. „Es ist ihnen gelungen, den Verein lebendig zu halten“, lobte sie das „unverändert leidenschaftliche“ Engagement in der Tradition des Sozialdienstes katholischer Frauen. „Die Triebfeder ist der Unmut über die Lebenswirklichkeit von Frauen und die Rahmenbedingungen“, so Klaus. Gelingen könne die Arbeit nur dank der untrennbaren Zusammenarbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen: „Das ist die Stärke unseres Verbandes“, erklärte sie. „Gehen Sie weiter mit Mut und Tatkraft. Denn mit 100 Jahren ist noch lange nicht Schluss.“

Daran glaubt auch Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig. 100 Jahre Dienst für Frauen, Kinder und Jugendliche seien ein Grund, „sich selbst mit Stolz in den Blick zu nehmen“. Der Verein habe sich entwickelt und mit einem „klarem, abgestimmtem Frauenprofil Generationen unterstützt“. Möglich sei dies nur gewesen, weil sich „Pioniere der sozialen Arbeit“ auf den Weg gemacht und sich mit „Mut und Kraft“ engagiert hätten. „Auch das Angebot heute entspricht dem Selbstverständnis des Sozialdienstes katholischer Frauen und ergänzt andere Angebote sehr gut.“

Diese Zusammenarbeit lobte auch Bürgermeister Christof Sommer. Er überbracht die Glückwünsche von Rat und Verwaltung: „100 Jahre im sozialen Bereich – das ist etwas ganz Besonderes. Vor allem, wenn man sich die Kontinuität der Arbeit, die Breite, die Intensität und den Erfolg anschaut.“ Der Sozialdienst katholischer Frauen sei ein „wesentlicher Baustein“ in der Stadt.

Auch vor dem Hintergrund der Kirche, wie Pfarrer Thomas Wulf, Leiter des Pastoralverbundes, betonte. In Zeiten, in denen die Kirche eher mit Krisenschlagzeilen auf sich aufmerksam mache und selbst vor rasanten Veränderungen stehe, mahnte er dazu, den „Kopf nicht in den Sand zu stecken“. Vielmehr solle man sich bewusst machen, wo überall es katholisches Leben in der Stadt gibt – Kindergärten, Schulen, Caritas, die „soziale Meile Cappelstraße“. Diese Stärke gelte es zu profilieren. „Katholisch in Lippstadt soll eine Marke werden.“ Auch der Sozialdienst katholischer Frauen gebe der Kirche ein Gesicht. „Dazu kann ich Ihnen gratulieren.“

Antje Huißmann blickte anschließend als Else Mögesie humorig und mit Gesangsbeiträgen auf 100 Jahre SkF zurück. Begleitet wurde sie dabei von Johannes Schäfermeyer am Klavier. Ethnologin Sandra de Vries beleuchtete zum Abschluss in einem Vortrag „Lippstadt. Deutschland. Die Welt“ verschiedene Frauenbilder. Zum Jubiläumsauftakt feierte der Sozialdienst katholischer Frauen bereits am Sonntag einen Dankgottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche. Er stand unter dem Motto „Kirche ein Gesicht geben“.

Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig nutzte das Jubiläum, um SkF-Geschäftsführerin Ute Stockhausen mit der Ehrenurkunde des Deutschen Caritasverbandes (dem der Sozialdienst katholischer Frauen als Fachverband angehört) auszuzeichnen – „für vorbildliche Tätigkeit im Dienst am Menschen in Not“.

„100 Jahre, 100 Mitglieder“ wünschte sich der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) zum Geburtstag, und warb seit Januar 2017 mit einer Kampagne. Damals fehlten 28 Mitglieder, um die 100 voll zu machen. Jetzt ist das Ziel fast erreicht: 98 Mitglieder zählt der SkF derzeit.