SkF Lippstadt
Cappelstr. 27
59555 Lippstadt

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Qualifizierung 2020

"Der Patriot" Beitrag von Carolin Cegelski am 13. Juli 2020

 

Ein kleiner blonder Hund fetzt über die Wiese vor dem Bewohnerzentrum des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) an der Juchaczstraße 4. Auf dem Klettergerüst vor dem Haus toben Kinder. Sie nehmen am Sommerferienprogramm des Bewohnerzentrums teil – in Zeiten von Corona sind die Ferienaktionen für die Kinder eine echte Abwechslung.

„Die Kinder brauchen Unterstützung“, sagt Diplom-Sozialarbeiterin Sabine Doulas, die das Angebot an der Juchaczstraße koordiniert. Das Ferienangebot des Bewohnerzentrums ist für viele der rund 50 teilnehmenden Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren ein Höhepunkt. „Die Kinder sind seit fast fünf Monaten zuhause“, sagt Hans Meyer, Vorsitzender des Kinderschutzbundes im Kreis Soest, der das Ferienangebot mit einer Spende (1500 Euro, finanziert durch Mitgliederbeiträge und Spenden) unterstützt. „Den Kindern fehlt der soziale Kontakt“, ergänzt Ingrid Jakobs, die sich ebenfalls für den Kinderschutzbund engagiert. Nun können die Jungen und Mädchen drei Wochen lang an den Kreativ- und Spielangeboten teilnehmen – aber auch kleine Ausflüge in die Umgebung (Kanutour, Bauernhofbesuch, Escaperoom) stehen im Ferienkalender. „Es sind Aktionen, die nachhaltig sind und die die Kinder im Anschluss auch noch einmal mit den Eltern umsetzen können“, sagt Doulas.

Auch zur Zeit des Corona-Lockdowns war das Team des Bewohnerzentrums Ansprechpartner für die Kinder: „Wir haben viele Spaziergänge mit den Kindern gemacht“, sagt Doulas. „Das war richtig gut. Die Kinder haben darüber gesprochen, was sie beschäftigt“, erinnert sie sich. Auch der Kontakt zu den Familien sei dadurch viel enger und intensiver geworden.

Mit der Öffnung der Schulen durfte das SkF-Team schließlich auch wieder Unterstützung bei den Hausaufgaben anbieten – natürlich unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen. Wie wichtig das Angebot für die Kinder ist, habe sich mit dem Homeschooling gezeigt: „Teilweise waren die Kinder mit den Schulaufgaben überfordert“, schildert Doulas ihre Eindrücke. „Einige haben die Aufgaben gar nicht gemacht“, erklärt die Sozialarbeiterin mit Blick auf Sprachbarrieren (auch bei den Eltern) und fehlendes Equipment. Die Jungen und Mädchen aus der Nachbarschaft kommen in kleinen Gruppen (maximal sieben Kinder) zu einem festgelegten Termin in die Räume des Bewohnerzentrums – und nicht wie sonst im Rahmen eines offenen Angebotes. „Kinder, die mehr Unterstützung brauchen, kommen öfter“, so Doulas.

Jetzt laute die Aufgabe: „Wir gucken, was den Kindern in dieser Zeit verloren gegangen ist, und was getan werden kann, um es aufzuholen“, so SkF-Geschäftsführerin Ute Stockhausen.

Kids@home
Zu Beginn der Corona-Pandemie hat der Kinderschutzbund im Kreis Soest eine eigene Broschüre „Kids@home“ ausgearbeitet und herausgegeben. Fast 15 000 Exemplare der Broschüre, die innerhalb von zwei Wochen auf den Markt kam, haben die Verantwortlichen verteilt. „Das Heft ist gut angekommen“, sagt Ingrid Jakobs vom Kinderschutzbund.