SkF Lippstadt
Cappelstr. 27
59555 Lippstadt

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Qualifizierung 2020

Wochentip, 16.09.2020

 Die Gruppe des Sozialdienstes katholischer Frauen lässt sich vom Coronavirus nicht aufhalten
Lippstadt. (so) Die Pandemie-Krake nimmt mit ihren Fangarmen die verschiedensten Teile des gesellschaftlichen Lebens in den Würgegriff, und auch heimische Gruppen bleiben davon nicht verschont. Doch die verschiedenen Vereinigungen lassen sich vom Coronavirus nicht unterkriegen – so auch nicht der Strickkreis des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) in Lippstadt. Die Damen ließen daheim ihre Nadeln klappern, und in absehbarer Zeit soll es wieder zurück ins Cap 27 gehen.
Sylvia Mühlenschulte und Johanna Stark vom Strickkreis sowie SKF-Geschäftsführerin Ute Stockhausen schauen sich begeistert den Berg an Strickwaren an, der sich vor ihnen auf dem Tisch türmt. Die Damen der Gruppe waren in den letzten Monaten überaus fleißig und erschufen Unterschiedliches von Wollsocken über Dreieckstücher bis hin zu Woll-Schweinchen, die als Nackenrolle dienen. Eigentlich sollten die Artikel zum Tag der offenen Tür angeboten werden, welcher am 19. September zum fünfjährigen Bestehen des Begegnungszentrums in der Cappelstraße 27 ausgerichtet werden sollte – dieser musste coronavirusbedingt abgesagt werden, soll aber wenn möglich im Frühjahr nachgeholt werden. Die Waren werden stattdessen beim Weihnachtsmarkt für den guten Zweck von den Damen feilgeboten, falls dieser stattfinden kann.
Daheim und privat weiterhin aktiv
Nicht nur der Tag der offenen Tür, auch der Strickkreis musste der Pandemie weichen. Seit Mitte März konnten die bis zu 20 Damen nicht mehr wie gewohnt montags im Cap 27 zusammenkommen. Auf das Stricken wurde trotzdem nicht verzichtet. Denn wie Sylvia Mühlenschulte berichtet, stellt zum Beispiel für sie das Werkeln mit Wolle und Nadeln eine willkommene Möglichkeit dar, vom stressigen Arbeitsalltag abzuschalten. Und in kleineren Runden kam der Kreis zwischendurch in privaten Gärten zusammen, um an der frischen Luft bei Kaffee, Kuchen und Stricknadeln gesellige Stunden zu verleben.
Geselligkeit genießen und für den guten Zweck stricken
Der Strickkreis, der sonst im Begegnungszentrum des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) in der Cappelstraße 27 in Lippstadt die Nadeln zum Glühen bringt, musste coronavirusbedingt daheim oder in kleinen privaten Runden weitermachen. Und auch, wenn die „Strick-Frauen“ Übergangslösungen fanden, brennen sie darauf, wieder im Cap 27 die Nadeln zu schwingen, berichtet SKF-Geschäftsführerin Ute Stockhausen.
Die Rückkehr soll im Oktober in Angriff genommen werden, und zwar dienstags und freitags in kleineren Gruppen. Im April fiel zudem der erste Ausflug des Strickkreises der Pandemie zum Opfer. Die Damen planten, eine Woche nach Borkum zu fahren. „Quasi eine Strickfreizeit mit Meeresblick.“ Auch diese soll nachgeholt werden.
Mit der Einrichtung des Cap 27 wurde auch der Strickkreis vor einem halben Jahrzehnt ins Leben gerufen. „Wir fingen damals mit drei Frauen an“, erinnert sich Johanna Stark. Allerdings sei das Interesse an dem Thema größer als erwartet gewesen und schnell hätten sich die Reihen gefüllt. Für viele sei es eine Bereicherung ihres Alltags, sich im Rahmen der Gruppe einer sinnvollen Sache zu widmen. Denn die Damen stricken vor allem zur Unterstützung wohltätiger Zwecke. Besucher der Schwangerschaftsberatung oder des Lädchens des SKF profitieren genauso davon wie beispielsweise die Rumänien-Hilfe des Vereins „Das kunterbunte Kinderzelt“.
Auch wenn der Altersdurchschnitt jenseits der 60 Jahre liegt, sind auch jüngere Semester schon mal in der Gruppe aktiv. Auch Strick-Anfängern wurde das Handwerk bereits nähergebracht. Nur einen strickenden Mann konnte die Runde noch nicht begrüßen – dabei sei ein solcher durchaus willkommen.
Gern gesehen sind auch stets Wollspenden, die im Cap 27 abgegeben werden können. Diese würden immer ein Funkeln in die Augen der Damen zaubern und im Kopf würden sich sofort die Ideen überschlagen, was daraus alles entstehen kann.