SkF Lippstadt
Cappelstr. 27
59555 Lippstadt

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Qualifizierung 2020

Wochentip, 28.10.2020

 

Von einer spontanen Idee zur festen Institution

Ein Ort der Begegnung verschiedenster Bevölkerungsgruppen

Lippstadt. (so) Ein lebendiger Ort der Begegnung, der die verschiedensten Bevölkerungsgruppen aus unterschiedlichen Gründen zusammenführt: Das Cap 27 des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) in Lippstadt ist in den fünf Jahren seines Bestehens zu einer festen Institution geworden. „Wir hatten damals den Mietvertrag erst mal für zwei Jahre unterschrieben und dachten uns, wir schauen dann mal, ob es weiter geht“, erinnert sich SKF-Geschäftsführerin Ute Stockhausen an die Anfangszeit des Begegnungszentrums in der Cappelstraße 27. Doch das „ob“ sei danach nie ein Thema gewesen.

Kaum steht die Tür des Cap offen, schon schauen immer wieder Leute herein, die fragen, ob denn geöffnet sei. Im Begegnungszentrum sind alle Menschen willkommen, und Ute Stockhausen ist nach wie vor begeistert, wie gut die Angebote der Einrichtung angenommen werden. Die Idee für das Cap 27 sei vor einem halben Jahrzehnt aus „kreativem Rumspinnen“ heraus entstanden: Bei einem zufälligen Treffen sinnierte sie mit Irmgard Sandfort, Gemeindereferentin und geistliche Begleiterin des SKF, über die Entwicklung der kirchlichen Strukturen. Bei einem Kaffee entstand der Gedanke, in der Mitte zwischen den ehemaligen Pastoralverbünden Lippstadt-Nord und -Mitte einen Ort der Begegnung und des praktisch gelebten „Kirchseins“ zu schaffen.

Wie der Zufall so wollte, schloss in der Cappelstraße ein im Erdgeschoss des SKF-Standortes ansässiges Geschäft, und so wurde aus der „Kaffee-Idee“ ein konkretes Projekt, für das schnell weitere Mitstreiter gefunden wurden. Die Basis bildete dabei der Gedanke, einen Anlaufpunkt für Flüchtlinge zu schaffen, und mit Unterstützung eines Fonds des Erzbistums Paderborn wurde das 180 Quadratmeter große Ladenlokal renoviert. Am 15. September 2015 ging die Eltern-Kind-Gruppe für Flüchtlingsfamilien an den Start.

Dieses Angebot, in dem nunmehr vor allem Frauen sich mit der deutschen Sprache und der hiesigen Lebensart vertraut machen, gibt es nach wie vor in ähnlicher Form. Doch der Strauß an Angeboten ist deutlich bunter geworden. Bereits im Dezember 2015 hielt das Kinderkleider-Lädchen auf 40 Quadratmetern Einzug, welches gebrauchte Artikel für günstiges Geld an alle Interessierten abgibt. Dafür fand sich damals eine Gruppe von Ehrenamtlichen zusammen, die die Organisation bis heute in nahezu identischer Konstellation übernimmt. „Ohne sie wäre das Lädchen in dieser Form gar nicht möglich“, unterstreicht Ute Stockhausen dankbar die Bedeutung dieser und anderer freiwilliger Unterstützer im Cap 27.

Zudem haben sich zahlreiche regelmäßige Angebote in dem Begegnungszentrum fest verankert. Dazu zählt sowohl das Begegnungscafé als auch der Strickkreis oder das Café Krabbeldecke für Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr. Hinzu gesellen sich die „Sonntagsfrauen“, ein Treffen für Alleinerziehende mit Kindern, oder auch das Frühstücksangebot „Cap voll Kaffee“ am Krammarkt-Donnerstag. Weiterhin werden im Cap 27 Veranstaltungen und Kurse des SKF ausgerichtet. Seit drei Jahren werden die Angebote der einzelnen Bereiche in einem Programm-Heft gesammelt präsentiert, und im Dezember soll voraussichtlich die neue Version erscheinen, schaut Ute Stockhausen voraus.

Sie ist immer wieder davon begeistert, mit wie viel Engagement die Menschen im Cap 27 zugange sind – ob als Ehrenamtler oder als Gast. So erinnert sie sich an einen Flüchtling, der – gerade in Deutschland angekommen – auf die niederschwelligen Angebote des Begegnungszentrums stieß. Dieser sei später auf die Organisatoren zugekommen, um selber einen Sprachkurs anzubieten: Denn er sei hier damals derart gut aufgenommen worden, dass er jetzt etwas zurückgeben wollte.